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ServiceNow und Kafka: Integrationsplattform (3/3)

Daten zwischen ServiceNow und Kafka über eine Middleware-Plattform synchronisieren

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Konstantin Tiz
Konstantin Tiz
Gründer & Geschäftsführer

1. Juli 2026


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Integration

Synchronisieren über eine Plattform

Teil drei schließt die Serie ab: Eine Middleware-Plattform sitzt zwischen ServiceNow und Kafka, transformiert Daten im Fluss und bedient viele Quellen zugleich - zu einem Preis.

Drei Wege, ServiceNow und Kafka zu verbinden

2023 hat das Rynex-Team eng mit einem unserer Kunden zusammengearbeitet, um verschiedene Wege zu prüfen, ServiceNow und Kafka zu verbinden. Diese Erfahrung teilen wir mit der Community - in der Hoffnung, dass sie im eigenen Projekt hilft und Recherchezeit spart.

Im Zuge der Recherche haben wir drei mögliche Wege (Proof of Concepts) untersucht, ServiceNow an Kafka anzubinden:

Der letzte Teil betrachtet einen Weg, der zwischen ServiceNow und Kafka sitzt - statt in einem der beiden Systeme.

Was eine Integrationsplattform ist

Eine Integrationsplattform ist eine umfassende Softwarelösung, die unterschiedliche Systeme, Anwendungen und Datenquellen innerhalb einer Organisation verbindet. Sie ermöglicht einen nahtlosen Datenfluss über Plattformen hinweg und unterstützt so effiziente Kommunikation und Datensynchronisation.

Integrationsplattformen bieten in der Regel eine zentrale Oberfläche, über die Integrationsprozesse entworfen, verwaltet und überwacht werden. Sie decken ein breites Spektrum an Fähigkeiten ab (Data Mapping, Transformation, Fehlerbehandlung) und sorgen so für Datenkonsistenz und Zuverlässigkeit.

Diagramm: Eine Integrationsplattform als Drehscheibe zwischen Kafka, ServiceNow, Cloud- und On-Premise-Systemen

Vorteile einer Integrationsplattform

  • Vereinfachter Datenaustausch: Ein reibungsloser Datenaustausch zwischen Systemen macht manuelle Eingaben überflüssig und senkt das Risiko menschlicher Fehler.
  • Effizienz und Produktivität: Automatisierung reduziert Zeit und Aufwand für die Datenverwaltung über mehrere Anwendungen hinweg.
  • Skalierbarkeit: Die Plattformen sind für große Datenmengen ausgelegt und wachsen mit der Organisation.
  • Flexibilität: Sie unterstützen verschiedene Integrationsmethoden wie APIs, Webhooks und Connectors und lassen sich so an ein breites Spektrum an Anwendungen und Systemen anbinden.
  • Nahezu-Echtzeit-Synchronisation: Viele Plattformen halten Daten über alle verbundenen Systeme hinweg nahezu in Echtzeit aktuell.
  • Fehlerbehandlung: Eingebaute Mechanismen erkennen und beheben Probleme während der Integration und schützen so die Datenintegrität.

Nachteile einer Integrationsplattform

  • Kosten: Integrationsplattformen können teuer sein. Kosten entstehen etwa durch Lizenzgebühren, Wartung und Schulung.
  • Komplexität: Einführung und Konfiguration können komplex sein und erfordern qualifiziertes Personal oder spezielles Know-how.
  • Datensicherheitsrisiken: Fehlerhafte Konfiguration oder unzureichende Sicherheitsmaßnahmen können Schwachstellen schaffen und im schlimmsten Fall zu Datenlecks führen.
  • Abhängigkeit: Die Organisation wird von der Plattform abhängig; Ausfälle oder Probleme können Datenflüsse und Geschäftsprozesse stören.

DSGVO-Aspekte

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist bei der Nutzung einer Integrationsplattform ein zentraler Aspekt. Da die DSGVO Datenschutz und Privatsphäre von EU-Bürgern regelt, muss sichergestellt sein, dass die über die Plattform übertragenen und verarbeiteten Daten ihren Anforderungen entsprechen.

  • Datenschutz und Einwilligung: Vor der Übertragung personenbezogener Daten über die Plattform ist die ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Personen einzuholen. Die Plattform sollte Consent-Management unterstützen und die Privatsphäre wahren.
  • Datenminimierung: Es dürfen nur die für einen bestimmten Zweck notwendigen Daten erhoben und verarbeitet werden. Die Plattform sollte erlauben, den Datenfluss zu steuern und die Weitergabe auf das strikt Erforderliche zu begrenzen.
  • Datensicherheit und Verschlüsselung: Die Plattform sollte robuste Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung einsetzen, um Daten bei Übertragung und Speicherung zu schützen.
  • Aufbewahrung und Löschung: Personenbezogene Daten sind nur so lange aufzubewahren wie nötig und auf Anfrage zu löschen. Die Plattform sollte Aufbewahrungsrichtlinien unterstützen und eine fristgerechte Löschung ermöglichen.
  • Betroffenenrechte: Die Plattform sollte erlauben, zeitnah auf Anfragen betroffener Personen zu reagieren - etwa Auskunft, Berichtigung und Löschung.

Wer diese DSGVO-Aspekte bei Einführung und Betrieb berücksichtigt, stellt die Einhaltung der Datenschutzvorgaben sicher und erhält das Vertrauen von Kunden und Partnern.

Schlüsselkomponenten

  • Integrationsplattform: Vermittelt zwischen ServiceNow und Kafka und sorgt für nahtlosen Datenaustausch und Synchronisation.
  • Transformationslogik: Aus ServiceNow gelesene Daten werden auf das erforderliche Schema der Kafka-Topics transformiert - für Kompatibilität und Konsistenz.
  • Fehlerbehandlung: Ein robuster Mechanismus fängt Fehler ab, die bei der Synchronisation auftreten.
  • Konsistenzsicherung: Die Plattform erzwingt Datenkonsistenz zwischen ServiceNow und Kafka, um Abweichungen zu vermeiden.

Umsetzungsschritte

Mehrere Integrationsplattformen können ServiceNow und Kafka verbinden und so Datensynchronisation und Kommunikation zwischen beiden Systemen ermöglichen. Gängige Plattformen dafür sind unter anderem Tray Platform, MuleSoft Anypoint Platform, Zapier, Informatica Intelligent Cloud Services und Boomi (Dell Boomi). Für diesen Artikel haben wir die Tray Platform genutzt, um ServiceNow und Kafka zu verbinden und die Machbarkeit der Umsetzung zu prüfen.

Umgebung einrichten

  • Die ServiceNow-Instanz mit einem konfigurierten Benutzer bereitstellen, der die nötigen Berechtigungen für die definierten Tabellen hat.
  • Das Kafka-Cluster samt der benötigten Benutzergruppen, Benutzer und Topics konfigurieren und bereitstellen.
  • Den Workflow für den Anwendungsfall umsetzen.

Testen und Validieren

  • Ausführlich testen, um Genauigkeit und Konsistenz der Datensynchronisation sicherzustellen.
  • Die Datenintegrität prüfen und sicherstellen, dass Fehler angemessen behandelt werden.

Performance und Monitoring

  • Die Leistung des Synchronisationsprozesses messen, einschließlich Datendurchsatz und Latenz, und mögliche Engpässe sowie Optimierungspotenziale identifizieren.
  • Die gesamte Umsetzung dokumentieren, inklusive Konfigurationen, Code und Integrationsdetails.
  • Ein umfassendes Monitoring vorbereiten.

Fazit

Konfiguration, Umsetzung und Endkosten können je nach Plattform und Anwendungsfall stark variieren; dennoch bieten die meisten Integrationsplattformen denselben Satz an Funktionen und Fähigkeiten.

Diese Verbindungsmethode erlaubt es, mehrere Datenquellen zu nutzen und Daten während der Übertragung zu manipulieren - die Umsetzung kann jedoch erheblichen Aufwand erfordern.

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